Steuern und Buchführung

Ich nenne sie „Fiskal-Legasthenie“, die viele Kreative verzweifeln lässt, wenn es um die Forderungen ihres Finanzamtes geht. Im Laufe meiner mehr als 20 Jahre währenden Beratungstätigkeit für Freie habe ich ein System entwickelt, das jedem erlauben soll, zumindest die laufende Buchführung mit der Umsatzsteuererklärung und der Einnahmen-Überschussrechnung (Anlage EÜR) zu erledigen. Ob dann auch die Einkommenssteuererklärung selbst durchgeführt wird, hängt vom persönlichen Engagement ab. Unmöglich ist dies keineswegs. Und sehr viel Geld sparen lässt sich damit in vielen Fällen auch.
Wer tiefer in meine Lösungen zur Simpel-Buchführung eintauchen möchte, dem empfehle ich meine eBooks zur Existenzgründung und –sicherung bei Amazon (mit dem kostenlosen Reader).

Hier der Link zu Monkey-Office:
Das Programm empfehle ich all denen, die möglichst simpel und übersichtlich und dennoch sehr professionell ihre Buchungen sowie die beruflichen Steueranmeldungen und –erklärungen selbst fertigen möchten.

Oder die Freeware EasyCash&Tax
wenn es kostenlos, manuell und simpel sein soll. Das Programm wird von der Website easyct.de heruntergeladen und ist beinahe sofort einsatzbereit. In seiner Bedienung bietet EasyCash&Tax eine weitgehend intuitive Menüführung.
Die Bedienung beider Programme bis hin zur Softwaresteuerung zu den Steueranmeldungen, der Umsatzsteuererklärung und der Anlage EÜR werden in meinen eBooks ausführlich beschrieben, das für 4,95 bei Amazon herunterzuladen ist.

Die wichtigste Frage: Müssen wir eigentlich? Nein, wir müssen eigentlich nicht! Keine „richtige“ Buchführung, keine Bilanz und – das ist wichtig! – wir müssen auch keine Formulare ausfüllen. Das ist für mich stets von großer Bedeutung! Wir müssen jedoch einige Formulare richtig ausgefüllt elektronisch ans Finanzamt übertragen.

Wir müssen unsere Honorareinnahmen aufschreiben (eingeben, buchen) und wir müssen unsere beruflichen Ausgaben erfassen. In selbstgestrickten Tabellen ist dies enorm mühsam und nicht effektiv. Deshalb empfehle ich die Buchführungsprogramme. Sie bieten intuitive Lösungen. Sie füllen die nötigen Formulare fürs Finanzamt automatisch mit den richtigen Angaben und aus den Programmen heraus übertragen wir das Alles elektronisch. Ich finde: Leichter geht es nicht. In meinen eBooks gibt es die Schritt-für-Schritt-Anleitungen dazu. Und es freut mich stets ungemein, wenn „Fiskal-Legastheniker“ mir mitteilen, dass sie das erste Steuerjahr komplett allein wunderbar hinbekommen haben.

Was wir beim Finanzamt abliefern müssen? Das ist sehr übersichtlich!

  • Beim Start melden wir uns an. Wenn der Link in Ihrem Browser nicht funktioniert, nutzen Sie eine der Möglichkeiten, über die Finanzbehörden Ihres Bundeslandes den Fragebogen zur steuerlichen Erfassung herunterzuladen. Und wundern Sie sich bitte nicht, dass Sie nur einen kleinen Teil der Fragen zu beantworten haben. Das ist völlig in Ordnung. Ich habe ein ausgefülltes Beispiel-Formular beigefügt.
  • Für mindestens 24 Monate haben Existenzgründer in jedem Monat eine Vorauszahlung für ihre Mehrwertsteuerabrechnung zu leisten. „Umsatzsteuer-Vorauszahlung“ heißt die und lässt sich in beiden genannten Buchführungsprogramm mit vier, fünf Mausklicks anzeigen und ans Finanzamt übertragen. Nach den 24 Monaten teilt uns das Finanzamt mit, ob wir weiterhin monatlich oder quartalsweise oder auch nur jährlich diese Meldung abgeben müssen.
  • Unsere „Umsatzsteuer-Erklärung“. Das ist die Jahresabrechnung der eingenommenen sowie der beruflich ausgegebenen Mehrwertsteuer. Auch ihre Felder füllen sich quasi automatisch und auch sie wird – gemeinsam mit den anderen Erklärungen – elektronisch ans Finanzamt übertragen.
  • Unser beruflicher Jahresabschluss heißt „Anlage EÜR“. Das ist der Name des Formulars für unsere Einnahmen-Überschussrechnung. Da sind alle von uns erfassten Honorareinnahmen und sämtliche beruflichen Ausgaben drin. Und auf der letzten Seite steht unser Gewinn -oder eben ein steuerlicher Verlust.

Unsere Privatangelegenheit ist die Einkommensteuererklärung. Aus all unseren beruflichen Zahlen und Daten kommt dort nur eine einzige Zahl hinein: Der Gewinn (oder Verlust) aus der Anlge EÜR, unserer Einnahmen- Überschussrechnung. Und zwar zu den Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit. Und sonst nichts!!!

Werbungskosten kommen in den Einkommensteuererklärungen von Freiberuflern übrigens kaum vor. Denn Werbungskosten sind die beruflichen Ausgaben der Angestellten! Beim Freiberufler sind Mobilitäts- und Kommunikationskosten beispielsweise längst in der Einnahme-Überschuss-Rechnung eingetragen. Unsere KSK-Beiträge kommen in die Einkommensteuererklärung, auch Bewerbungskosten oder die Ausgaben für eine doppelte Haushaltsführung. Alles andere sind unsere eher privaten Ausgaben sowie vieleicht die Lohnsteuerbescheinigung unseres Ehepartners.

Ich kaufe mir jedes Jahr für die Einkommensteuererklärung die Steuerspar-Erklärung der Akademischen Arbeitsgemeinschaft (weiß der Himmel warum die sich so nennen …) für gut 20 Euro. Die ist simpel und übersichtlich und hat bei allerlei Tests stets gut abgeschnitten.

Das wars. Simpler geht es eigentlich nicht mehr. Und wenn ich Fachfragen habe, schaue ich in die Angebote der Stiftung Warentest (www.test.de).