Existenzgründung

Das Wort an sich ist schon problematisch. Wir existieren schließlich schon und mit uns auch unser Beruf. Was wir beim Schritt in die Selbstständigkeit wollen ist ausschließlich alles richtig machen, was Finanzamt, Sozialversicherung und andere von uns verlangen.
Deshalb hier ganz kurz und übersichtlich, was ich für diesen Schritt (vorrangig) empfehle:
– Die Anmeldung beim Finanzamt als Freiberufler
– Die Anmeldung bei der Krankenkasse oder die Prüfung, ob die Sozialversicherung über die Künstlersozialkasse erfolgen kann.
– Wer einen mindestens viermonatigen Anspruch auf Arbeitslosengeld I verfügt, hat die Möglichkeit bei der Agentur für Arbeit den Gründungszuschuss zu beantragen. Das „Einstiegsgeld“ gibt es für Hartz IV-Bezieher. Hier geht es zur kostenpflichtigen fachkundigen Stellungnahme für Medienschaffende.
– Der Eintritt in die gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) für Arbeits- und Wegeunfälle ist sehr empfehlenswert. Für die allermeisten Kreativen ist die Verwaltungsberufsgenossenschaft zuständig.
– Eine Berufshaftpflicht-Versicherung sollte es bei jedem Selbstständigen geben. Ob dazu eine Vermögensschadenshaftpflicht oder eine Rechtsschutzversicherung kommt, muss individuell entschieden werden.
– Ich empfehle dringend, sich Allgemeine Geschäftsbedingungen zuzulegen.
– Ein-Frau- oder Ein-Mann-Freiberuflichkeiten sind gut beraten, sich meine Vorschläge zur Simpelbuchführung anzusehen.
Checkliste 2015 – die Linkliste für die Existenzgründung von Kreativen.