Schon den Corona-Förderantrag gestellt?

Wirklich „schnell und unbürokratisch?“

Die ersten und konkretesten dieser Anträge kommen aus Bayern, die ganz vagen kamen ziemlich zum Schluss aus Bremen. (Bei beiden besteht kein Rechtsanspruch!) Dort gilt der Honorarausfall nur für Arbeiten und Honorareingänge, die nach dem 1. März vorgesehen waren. In anderen Bundesländern ist es der 11. März. Im Saarland beispielsweise heißt es: „Eine Rückzahlung sei nur erforderlich, wenn sich im Nachgang herausstelle, dass die Fördervoraussetzungen entgegen der Antragstellung nicht erfüllt waren“. In Baden-Württemberg gilt: Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen mit unter fünf Beschäftigten sind nur insoweit antragsberechtigt, als dass sie mit ihrer selbständigen Tätigkeit das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens eines Haushalts bestreiten. Und im Freistaat Thüringen stellen „wirtschaftsnahe freie Berufe“ und die Kreativwirtschaft die Zielgruppe für Corona-Soforthilfen dar. Wie Journalisten und Fotografen dabei ihre Wirtschaftsnähe darstellen müssen wird auch im Zuschussantrag nicht geklärt. Journalisten kommen jedoch leider nicht vor. Ähnliches gilt für Sachsen-Anhalt und Brandenburg, deren Förderbank auch schon mal im Netz unerreichbar ist. Hier die übrigen Bundesländer: BremenHamburg, Hessen, Schleswig-Holstein.

Die Liste der Liquiditätszuschüsse für Solo-Selbstständige ist lang und bunt. Und was daran „schnell und unbürokratisch“ ist, wird sich noch herausstellen. FragKiesel.de wird die Lage im Auge behalten und auf dieser Website darüber berichten. Auch ich habe einen entsprechenden Antrag stellen müssen.

Ich bleibe dran …